Gesellschaftliche Beziehungen auf wissenschaftlichem Grundmuster. Die Wahlverwandtschaften Goethes aus rezeptionsästhetischer Perspektive
Résumé
Dieser Artikel thematisiert gesellschaftliche Beziehungen auf wissenschaftlicher bzw.
chemischer Basis in Anlehnung an Goethes Wahlverwandtschaften, indem er auf
Veranschaulichungsverfahren sowie Konfrontation Goethes Auffassung der
Wahlverwandtschaft mit der emotionalen künstlichen Intelligenz eingeht. Es hat sich mit
Rekurs auf die Rezeptionsästhetik herausgestellt, dass Goethe auf chemische Affinitätstheorien
zurückgreift, welche er dann auf soziale Interaktionen wahlverwandtschaftlicher Art - Liebe
und Tod, Ehe - überträgt, um die Wahlverwandtschaftsprozesse poetisch aufzuzeigen. Aus dem
Versuch Goethes Auffassung der Walverwandtschaft mit der emotionalen künstlichen
Intelligenz zu konfrontieren lässt sich auf dessen Antizipation des furchtbaren Eingriffs der
künstlichen Intelligenz bzw. emotionalen künstlichen Intelligenz in das soziale Leben des
Menschen schließen.