Abstract for Gesamtkunstwerk als Intermedialität? Intermediale Beziehungen in der deutschen Romantik

Zusammenfassung: Die Freiheit, die die Dichter und Künstler in Dichtung und Kunst mit der Aufhebung der Grenzen von Gattungen und Künsten bzw. Medien genießen, ist nicht nur für die Moderne und Postmoderne charakteristisch. Auch in der Romantik war eine Grenzüberschreitung der Literatur, die sich auf andere Künste und Medien erweitert hatte, schon erkennbar: Die Romantiker überschritten die Grenzen zwischen Bildkünsten, Ton bzw. Musik und Literatur und entwarfen Konzepte des Gesamtkunstwerks, die am Anfang mit einem Begriff wie „absolute Poesie“ belegt wurde. Ziel meines Beitrags ist es zunächst, die Begriffe Medien und Intermedialität literaturwissenschaftlich zu analysieren und dann das Gesamtkunstwerk der Romantiker als eine antizipierte Form der postmodernen Intermedialität aufzuzeigen. Ferner wird am Beispiel einiger Texte der Romantiker zu zeigen sein, wie die Dichter der Romantik verschiedene Künste und Medien miteinander kombiniert haben, um die ästhetische Wirkung der Literatur zu maximieren und beim Kunstrezipienten eine Synästhesie, d.h. eine Kooperation vieler Sinnesorgane bei der Wahrnehmung eines (Gesamt)Kunstwerks hervorzurufen. .

Schlüsselwörter: Gesamtkunstwerk, Intermedialität, Medien, absolute Poesie, Synästhesie .